Die Chronik der Turn- und Sängervereinigung

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Die Chronik der Turn- und Sängervereinigung

 

1. Gesangvereine:

Die Geschichte eines Vereins ist im wesentlichen in den Protokollbüchern festgehalten.Wenn man, wie die “Turn- und Sängervereinigung Neuhofen”, in der unglücklichen Lage ist, fast keine Protokollbücher aus alter Zeit mehr zu besitzen, so kann man zur Dokumentation des 136-jährigen Zeitablaufs nur auf die Erinnerungen einiger älterer Mitglieder zurückgreifen. Da die heutige “Turn- und Sängervereinigung Neuhofen” aus sechs Neuhofener Vereinen hervorgegangen ist, wurden die Unterlagen unter den schwierigsten Umständen zusammengetragen.

Wenn, was bei solchen Voraussetzungen immer der Fall sein kann, das eine oder andere nicht im richtigen Zeitablauf erfolgt oder mit Chroniken anderer Ortsvereine nicht übereinstimmt, so bitten wir um Nachsicht.

Übereinstimmend wird in der Chronik das historisch so bedeutsame Jahr 1867 als das Gründungsjahr des ersten Neuhofener Gesangvereins Liederkranz genannt. Der Initiator der damaligen Vereinsgründung war der in Neuhofen amtierende Lehrer Knopf gewesen. Als Chorleiter dieses Vereins werden der Reihenfolge nach genannt: die Herren Lehrer Knopf, Lehrer Walter, Lehrer Stork und Lehrer Zaun.

Im Jahre 1880 gründete sich als zweiter Gesangverein die “Germania”. Initiator dieses Vereins war ebenfalls ein in Neuhofen amtierender Lehrer namens Igel. Die “Germania”, so wird es jedenfalls berichtet, hat sich nach 12-jährigem Bestehen im Jahre 1892 gespalten, und zwar in den Gesangverein “Liedertafel” einerseits, unter dem damaligen 1. Vorsitzenden Wilhelm Lang und dem sogenannten “Arbeiter-Gesangverein” andererseits, der nach dem ersten Weltkrieg seinen Namen in “Sängerlust” umbenannte.

Die Gesangvereine Liederkranz und Liedertafel waren je mit einem Männerchor, der Arbeiter-Gesangverein mit einem gemischten Chor besetzt. Die Singstunden des Liederkranzes und der Liedertafel fanden im Mayerhof, heute Rosengarten, die des Arbeitergesangvereins im alten Schulhaus statt.
Als weiteres schicksalhaftes Jahr in der Vereinschronik gilt das Jahr 1919. Hier schlossen sich die Gesangvereine Liederkranz und Liedertafel” zur “Sängervereinigung” einerseits, und die “Sängerlust” mit anderen Vereinen zur „Freien Sportvereinigung” andererseits zusammen.

Die Sängervereinigung, die aus der Fusion von Liederkranz und Liedertafel hervorging, wurde von folgenden Vorständen geleitet:

Karl Striebinger
Jakob Oberst
Wilhelm Klamm
Jakob Beyler
Andreas Herger
Friedrich Tiator

Als Chorleiter fungierten die Herren:

Lehrer Philipp Zaun
Josef Stember
Martin Dilger
Julius Hollenbach
Lehrer Gugenbiehl

Die Gesangsabteilung der „Freien Sportvereinigung” wurde von folgenden Chorleitern dirigiert:

Elspermann aus Speyer
Lehrer Wagner
Martin Dilger

Die Singstunden der Gesangsabteilung der „Freien Sportvereinigung fanden nun bis zum Bau der Sporthalle in der Wirtschaft “Zum Karpfen”, heute “Alte Medenheimer Stube”, statt. Bis zum Jahre 1928 hielt die Sängervereinigung ihre Gesangsstunden im Mayerhof, heute Rosengarten, ab und siedelte anschließend in das ehemalige Volkshaus über.

Am 28., 29. und 30. Mai 1927 feierte die “Sängervereinigung” das 60jährige Vereinsjubiläum. Am 5. und 6. Juni 1937 wurde das 75-jährige Stiftungsfest, verbunden mit einer Fahnenweihe, begangen. Nach Kriegsende 1945 hatte die “Sängervereinigung” aufgehört zu bestehen.

Am 15. August 1946 gründete sich dann aus Mitgliedern der früheren Gesangvereine der “Gesangverein in Neuhofen”. In einer Mitgliederversammlung am 8. März 1952 wurde beschlossen, sich mit dem “Turnverein Neuhofen” zur “Turn und Sängervereinigung” zusammenzuschließen.

2. Gründung des Turnvereins:

Übereinstimmend wird in Chroniken das Jahr 1878 als das Gründungsjahr des Neuhofener Turnsports bezeichnet. Leider können wir auch hier zur Dokumentation der Jahre 1878 bis 1920 auf keine Protokollbücher zurückgreifen, sondern stützen unseren Bericht nur auf Erinnerungen einiger noch lebender älterer Mitglieder. Es muss hier einmal gesagt werden, dass dies ein sehr schwieriges Unterfangen war, weil jeder der älteren Herren glaubte, seine Version sei die richtige. Nach mehreren gemeinsamen Aussprachen in gemütlicher Runde konnten wir einwandfrei feststellen, dass auch damals im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts Gegensätze innerhalb eines Turnvereins vorhanden waren. Das führte dann auch im Jahre 1891 nach 13-jährigem Bestehen des Turnvereins zur Spaltung. Aus dem Turnverein heraus gründete sich ein zweiter, die spätere “Turngesellschaft”.

Der Mitgliederstand des Turnvereins nahm nun rapide ab. Das mag die damalige Vorstandschaft dazu bewogen haben, im Jahre 1907 dem im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts gegründeten “Deutschen Arbeiter und Turnerbund” beizutreten.

Von nun an begann eine stete Aufwärtsentwicklung. Mit dem den Arbeiterturnern eigenen Idealismus, Ernst, ja Fanatismus, traten sie mit den “Bürgerlichen” in Wettbewerb, der leider auf dem Rasen und Tumboden nicht ausgetragen werden konnte, da jeder Wettkampf verboten war. Hier muss chronologisch erwähnt werden, dass der Fußball in unserem Verein auch eine wesentliche Rolle spielte, nachdem sich im Jahre 1906 als erster Fußballverein in Neuhofen die “Viktoria” gegründet hatte.

Als weiteres Schicksalsjahr in der Chronik des Turnvereins wird das Jahr 1909 bezeichnet, denn die einzige Turnhalle in Neuhofen, die im Jahre 1882 durch die Initiative des Kaufmanns Jakob Riedel auf dem Platze des jetzigen Bürgerhauses erbaut worden war, wurde nun aus ungeklärten Gründen abgerissen. Es ist anzunehmen, dass man den aufstrebenden Arbeiterturnern einen weiteren Schlag versetzen wollte. Der Turnbetrieb des Turnvereins wickelte sich nun in der Wirtschaft “Zum Karpfen”, heute “Alte Medenheimer Stube” ab, während die Turngesellschaft in der Wirtschaft “Zum Hirsch” ihre Übungsstunden abhielt.

Eng verbunden mit dem Turnverein ist der im Jahre 1895 gegründete “Radfahrverein Solidarität”. Dessen Gründungsmitglieder war u. a.:

Konrad Eisenhauer
Fritz Klamm
Georg Fahrnbach
Karl Klamm
Ludwig Göllinger
Johann Dries
Georg Vogelmann

Als weiterer Verein muss der im Jahre 1910 gegründete “Stemm und Ringclub” erwähnt werden. Im Jahre 1919 entschloss man sich, einen Großverein zu gründen. Zu diesem Zwecke lud man in den Mayerhof, heute Rosengarten, alle bis jetzt aufgeführten Vereine ein, und zwar

  • Turnverein Neuhofen
    • 1. Vorstand Johann Strubel
  • Stemm- und Ringclub
    • 1. Vorstand Martin Striebinger
  • Gesangverein Sängerlust
    • 1. Vorstand Karl Georg
  • Radfahrverein
    • 1. Vorstand Konrad Eisenhauer

Diese Vereine schlossen sich in der Gründungsversammlung zur “Freien Sportvereinigung Neuhofen” zusammen. Als erster Vorsitzender dieses Großvereins ging Martin Striebinger hervor. Zweiter Vorsitzender wurde Jakob Landfried.

Am 1. Januar 1920 wurde der Verein in das Registergericht eingetragen. Es war ein vielseitiger Verein entstanden, denn die verschiedenartigen Sportarten wurden nun in der “Freien Sportvereinigung” betrieben. Es gab eine

Turnabteilung
Gesangsabteilung
Radfahrabteilung

und eine Stemmabteilung

Als fünfte Abteilung wurde eine Fußballabteilung ins Leben gerufen, die im Jahre 1925 die Kreismeisterschaft errang und zu diesem Zeitpunkt schon weit über die Grenzen unserer Pfalz bekannt war. Ein friedliches und gemeinsames Zusammenwirken aller Abteilungen war dann scheinbar doch nicht gegeben, denn im Jahre 1925 trennte sich die Fußballabteilung von der “Freien Sportvereinigung” und gründete einen eigenen Fußballverein,die “Vorwärts”. Das tat aber dem weiteren Zusammenwirken der verbliebenen Abteilungen keinen Abbruch, denn eine neue Sportart fasste in Neuhofen Fuß. Aus der Turnabteilung heraus gründete sich eine Handballabteilung. Seit 1925 wird, mit Zwangsunterbrechung von 1933 bis 1950, in unserem Verein Handball gespielt. Die Vielseitigkeit der damaligen Handballer geht auch aus der Tatsache hervor, dass sie in ihrer Freizeit nicht nur Handball spielten, sondern auch einen Spielmannszug gründeten, der damals in der engeren und weiteren Umgebung von Neuhofen mit zu den besten zählte. Auch ging aus dieser Abteilung eine Wassersportabteilung hervor, die mit ihren selbstgebauten Booten den Rhein und den Neckar befuhr.

In den folgenden Jahren sah die Freie Sportvereinigung ihr Ziel in stetem Aufbau des turnerischen und gesanglichen Lebens, insbesondere die Teilnahme an turnerischen und gesanglichen Veranstaltungen befreundeter Vereine. Dieses Wirken gibt beredtes Zeugnis innerhalb des Vereins.

Einen besonderen Fortgang der Vereinsgeschichte der ”Freien Sportvereinigung” nimmt die in diese Zeit fallende Planung und Erbauung der Sporthalle ein. Diesem Abschnitt der Vereinsgeschichte haben wir deshalb an anderer Stelle dieser Festschrift breiteren Raum gegeben.


Mit dem Jahr 1933 war das Eigenleben der „Freien Sportvereinigung zu Ende. Sie verfiel, wie alle Arbeiter, Turn- und Gesangvereine, der zwangsweise Auflösung. Nach 13-jähriger Aufwärtsentwicklung hatte die Freie Sportvereinigung aufgehört zu existieren.

In den ersten Apriltagen 1933 ging folgendes Schreiben der damaligen Gemeindeverwaltung an die Freie Sportvereinigung:

Nach dem Zusammenbruch dauerte es geraume Zeit bis die Besatzungsmächte das Turnen in den Vereinen wieder gestatteten. Im Jahre 1950 war es dann wieder soweit, der alte Sportgeist der ehemaligen Turner der “Freien Sportvereinigung” wurde wieder lebendig. Am 4. März 1950 wurde auf vielseitigen Wunsch und nach langen Bemühungen der seit dem 20. Februar 1950 von der französischen Hohen Kommission genehmigte “Turnverein Neuhofen” gegründet. Die neu gewählte Vorstandschaft setzte sich wie folgt zusammen:

 

1. Vorstand: Johann Strubel (sen.)
2. Vorstand: Michael Zickgraf
1. Schriftführer Ernst Landfried
Kassier: Alfred Kraushaar
Beisitzer: Eugen Bockreis, Adolf Mohr, Wilhelm Bockreis
Revisoren: Wilhelm Karl, Karl Bockreis
Technischer Leiter: Hans Eiselstein
Turnwarte: Karl Fahrnbach, Robert Wittemann
Kinderturnwarte: Hans Eiselstein, Eugen Bockreis, Johann Strubel sen.
Handballleiter: Emil Klamm



Nach zweijährigem Bestehen löste sich am 19. März 1952 der Turnverein wieder auf, um mit dem Gesangverein Neuhofen gemeinsam einen neuen Verein zu bilden. Wie schon an anderer Stelle der Festschrift erläutert, wollte man die Sporthalle wieder in eigenen Besitz nehmen. So gründete sich am 22. März 1952 die noch heute bestehende Turn- und Sängervereinigung Neuhofen”. Die damals neugewählte Vorstandschaft setzte sich wie
folgt zusammen:
1. Vorstand:
Ludwig Henrich
2. Vorstand: Eugen Diefenbach
1. Schriftführer: Waldemar Schneider
2. Schriftführer: Ernst Landfried
1. Wirtschaftsrechner: Jakob Mohr
2. Wirtschaftsrechner: Ernst Wittemann
Vereinskassier: Fritz Tuschner
Revisor f. d. Vereinskasse: Alfred Kraushaar, Fritz Tiator
Revisor f. d. Wirtschaftskasse: Friedrich Schuster, Jakob Hauck, Ernst Herrmann
Vergnügungsleiter: Wilhelm Schehlmann
Unterkassier: Wilhelm Bockreis, Johann Frey

 

Die einzelnen Abteilungsleiter wurden von den Abteilungen gewählt und waren stimmberechtigt im Hauptausschuss vertreten.

Als neue Abteilungsleiter wurden folgende Mitglieder nominiert:

 

Abteilungsleiter der Turner:
Hans Eiselstein
Abteilungsleiter der Handballer: Emil Klamm
Abteilungsleiter der Sänger: Eugen Diefenbach
Leiter des Spielmannszuges: Richard Gimmy

 

 

Nach zweimonatigem Bestehen der “Turn- und Sängervereinigung” wurde am 17., 18. und 19. Mai 1952 das 85jährige Sängerjubiläum gefeiert. Auf dem Platz hinter der Sporthalle wurde ein großes Festzelt errichet. Ein großer Festzug bewegte sich am 18. Mai 1952 durch die Straßen von Neuhofen. Zum Empfang der Festzugteilnehmer hatte man am Festplatzeingang eine Ehrenpforte errichtet.

Als weiteres festliches Ereignis wurde am 30. November 1952 das 25-jährige Jubiläum der Sporthalle gefeiert.

Im Jahr 1967 war es dann so weit: die “Turn- und Sängervereinigung” überschritt die Schwelle zum zweiten Jahrhundert.

Im Jahr 1977 wurde somit das Turnen in Neuhofen 100 Jahre alt.

Durch die Fertigstellung des Sportzentrums 1 war der Anfang zur Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, TuS und VfL gemacht, die sich mit der gemeinsamen Ausrichtung des Gauturnfestes des Rhein-Limburg-Gaues 1974 fortsetzte. Dieses Fest war eine großartig gelungene Veranstaltung und zugleich eine Werbung für die Gemeinde und den Neuhofener Sport.

Bereits zwei Jahre später, am 11. September 1976, wurde mit der “Rehbachhalle” den Neuhofener Sportlern eine Großsporthalle übergeben, durch die optimale Trainings- und Wettbewerbekämpfe geschaffen wurden.

Am 6. September 1979 gründeten die politische Gemeinde, der Verein für Leibesübungen (VfL) und die Turn- und Sängervereinigung (TuS) die “Sport- und Kulturgesellschaft Neuhofen mbH”. Ziel dieser Gesellschaft war, die vorhandenen Einrichtungen so zu gestalten, dass sie der Förderung des allgemeinen Sports, der Jugend- und Altenhilfe, der Förderung von Bildung, Erziehung, Kunst, Kultur und des Heimatgedankens im bestmöglichen
Maße dienen sollte. Einer der Pläne war, den Saal des Volkshauses zu einem Bürgerhaus umzubauen. Der Grundstein wurde am 19. Mai 1984 gelegt, und am 7. November 1985 das neue Bürgerhaus “Neuer Hof” seiner Bestimmung übergeben.

Leider wurde im Jahr 1970 das Chorsingen bei der Turn- und Sängervereinigung wegen Überalterung des Chors eingestellt. Chorleiter nach dem 2. Weltkrieg waren die Herren

Martin Dinger
Rektor Anton Brunner
Knut Mangold
Peter Kein
und Karl Hugo Günther

Die traditionsreiche Turnabteilung machte nach ihrer Wiedergründung im Jahre 1950 einen sportlichen Wandel durch. Während sie früher große Erfolge im Faustball, im Geräteturnen, in der Gymnastik und in der Leichathletik hatte, steht heute der Breiten- und Freizeitsport im Vordergrund. 1963 fand die erste Frauenturnstunde statt.

Mit der Wiedergründung des Turnvereins 1950 wurde auch der Spielmannszug wieder ins Leben gerufen, zuerst als reiner Spielmannszug mit Trommeln und Pfeifen, dann auch mit Fanfaren. Der Fanfarenzug bestand weiter, aus ihm entwickelte sich unser heutiger Musikzug.

Auch unsere Handballabteilung begann 1950 wieder mit dem Spielbetrieb.

Seit dem Jahre 1967 wird bei der Turn und Sängervereinigung auch wieder Damenhandball gespielt.

Die Handballabteilung ist unsere größte Abteilung: weit über 250 Personen spielen heute aktiv.

Die Karnevalabteilung “TUSNESIA” wurde 1957 von unserem damaligen Vorstandsmitglied, Bürgermeister a. D. und Ehrenbürger der Gemeinde Kurt Sturm † ins Leben gerufen.

Fastnacht hat man schon in den Jahren vor dem 2. Weltkrieg in Neuhofen “gemacht”, aber erst nach 1945 wurde es richtig “ernst”. Eine lose Verbindung “närrischer” Männer bildeten einen Elferrat und veranstalteten Damen- und Herrensitzungen. 1956 war die letzte Veranstaltung des Elferrates, denn die Belastung, auch finanzieller Art, war zu groß. Das “Manko” musste auf jeden gleichmäßig verteilt werden.

Schon im Jahre 1957 am Rosenmontag organisierte man bei der TuS einen Kappenabend mit Nachthaubensitzung, wie auch schon einige Jahre zuvor, in den Wirtschaftsräumen der Sporthalle. Ein Programm gab es nicht. Jeder konnte mitmachen. 1958 wurde nochmals in den gleichen Räumen eine Sitzung abgehalten, die einen solchen Zuspruch fand, dass die “Narren” der Turn- und Sängervereinigung sich entschlossen, in den Saal der Sporthalle überzusiedeln. So wurde erstmals im Jahr 1959 eine große “Damen- und Herrensitzung” im Saal abgehalten.

Man kann verfolgen, dass die TUSNESIA durch kontinuierliche Arbeit immer bemüht war, ihr Niveau ständig zu verbessern. Immer mehr Frauen, Männer und, was besonders erfreulich ist, Jugendliche stießen zu ihr, um sich am närrischen Treiben zu beteiligen. Besonders stolz ist die TUSNESIA auf ihre Garden. Nach wie vor gelingt es immer wieder, ein ca. 5-Stundenprogramm mit eigenen Kräften zu veranstalten.

Die Badmintonabteilung wurde 1971 gegründet. Auch bei dieser Abteilung ist eine stetige Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen.

Die Tanzsportabteilung wurde 1982 ins Leben gerufen. In dieser Abteilung wird insbesondere der Breitentanzsport gepflegt.

Jüngstes Kind ist die Karateabteilung, bestehend seit dem Jahr 1985. Frauen, Männer, Mädchen und Buben können sich körperlich wie geistig in der hohen Schule des Karatesports üben.

Vorsitzende des Vereins nach dem Zusammenschluss waren

Ludwig Hirsch 1952
Waldemar Schneider 1953 - 1980
und Werner Schumacher 1980 - 1987

Seit 1987 leitet Waldemar Herrmann die Geschicke der Turn- und Sängervereinigung. Erwähnenswert ist, dass Willi Reisinger von 1953 - 1983 als 2. Vorsitzender tätig war und Manfred Riedel die Vereinskasse seit 1971 führt.

Die Existenzberechtigung eines Vereins kann nicht an erster Stelle an den Spitzenleistungen seiner Aktiven abgelesen werden, sie resultiert vielmehr aus dem Erfolg seiner Bemühungen, es jedem zu ermöglichen, an den Annehmlichkeiten sportlicher, karnevalistischer, musikalischer und gesanglicher Betätigung teilzuhaben. Die “Turn- und Sängervereinigung” hat während der letzten 136 Jahre dieser obersten Aufgabe immer gedient.

   
© TuS Neuhofen